Über mich
Warum ich ein Künstler bin.
Ich bin Juli. Ich bin fast mitte zwanzig, lebe (noch) mit meinen Eltern und würde mich nach außen hin als ganz normalen Kerl beschreiben. Wenn ich nicht doch komplett anders als andere wäre.
Ich habe eine riesengroße Klappe, lasse mir nur zu selten von anderen etwas sagen oder vorschreiben. Ich mache lieber “mein eigenes Ding”. Ich bin ein Macher – Schule war nie etwas für mich. Ich meine ich bin nicht dumm. Eher faul oder einfach ein Praktiker. Ich produzierte lieber mit einer HI8 Videokamera ein Video über ein Schulprojekt. Ich programmierte lieber eigene Software als HTML in der Internet-AG zu lernen. Ich plane lieber das Sommerfest anstatt einen Kuchen zu backen. Ich habe aber auch nie meine freche Fresse Klappe halten können – lieber meine eigene Show im Klassenzimmer spielen. Vokabeln waren langweilig, Zahlen zu durcheinander und Worte nur anstrengend. Genug von der Schule: Realschulabschluss mit 15 Jahren und 0815 Notendurchschnitt.
Lehre bzw. Ausbildung, Abitur oder Fachabitur und anschließend an die Universität? Vielleicht etwas auf Lehramt, denn der Mittelpunkt der Klasse war schon immer ich. Aber das ist doch alles nur blanke Theorie – Ich will lieber etwas machen. Eine Lehre im Bereich der Medientechnik bzw. Produktion mit 15 Jahren anzustreben ist wirklich sehr schwierig. Dann eben ein Jahrespraktikum. Danach folgte ein weiteres Praktika in einer Werbeagentur, dann bei der Zeitung, dann im Radio, dann im Einzelhandel und zwischendurch mal bei einem Fotografen. Das wären dann also der Verkäufer, Medienberater, Fotograf, Webdesigner, Programmierer und Versicherungsvertreter, dabei noch einen Veranstaltungstechniker und vllt. etwas solides wie den Bürokaufmann. Na gut, viele Wege führen nach Rom…
“Du gehst vielleicht nicht den normalen, aber garantiert den richtigen Weg”
Das wurde mir von meinem Mathelehrer auf den Weg gegeben. Vor lauter Praktika, Bewerbungen und Probearbeiten war “der Weg” ziemlich verstrick, fast wie das Wollknoll in meinem Kopf. Ich denke an den Wollknoll und bin in Gedanken schon wieder am überlegen wie wohl eine Wollknollproduktion ausschaut. Mad World. Oder Eine Gabe und ein Fluch. Wie auch immer. Nach etlichem hoch und runter ist jetzt eine Diagnose und ein Berufswunsch gefunden. ADHS und Medien und Verkauf.
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